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Geographische Gemeinde-Informationssysteme (GGIS) auf
Basis Internet/Intranet am Beispiel ausgewählter Gemeinden
in Oberkärnten
(Projektcoaching)
Ausgangslage
Für
die Einführung Geographischer Informationssysteme auf kommunaler
Ebene in Kärnten herrscht seit ca. 2 Jahren großes Interesse.
Eine Reihe von Systemen befinden sich im Aufbau, allein innerhalb
der nächsten 3 Jahre werden mehr als 50 % der Gemeinden über
diese Technologie verfügen wollen. Mit KAGIS, dem Kärntner
Geographischen Informationssystem, welches als Landessystem naturgemäß
auf diesem Gebiet eine Vorreiterrolle innehat, kam es in der Vergangenheit
verstärkt zu Problemen mit der Anbindung bzw. Datenaustausch,
da beim Aufbau und Einsatz dieser Technologie in den Gemeinden ein
unterstützendes bzw. aus der Erfahrung heraus koordinierendes
Element fehlte. Diese Entwicklung wurde seitens des Landes erkannt,
und gemeinsam mit einem Berater ein Vorgehensmodell auf Basis einer
beauftragten Expertise entwickelt.
Gerade die kleineren Gemeinden haben bei den derzeit auf dem Markt
befindlichen Einzellösungen aufgrund ihrer beschränkten
finanziellen und personellen Ressourcen Probleme sowohl bei der
Anschaffung und Führung der Systeme, als auch insbesondere
bei Führung und Wartung der Daten. Ein unterstützendes
Eingreifen des Amtes der Kärntner Landesregierung (EDV-Beratungsteam
des Gemeindebunds, KAGIS) übersteigt meist aufgrund der vielen
unterschiedlichen Einzelsysteme deren Ressourcen. Daher dient dieses
Pilotvorhaben als Basis für einen einheitlichen Aufbau der
Systeme und vor allem der Datenbestände, da diese heterogenen
Bestände aufgrund der jeweiligen Systemvorgaben sonst wieder
von z.B. KAGIS zusammengeführt werden müssen (z.B. Flächenwidmungspläne,
Bebauungspläne, etc.).
Zielsetzung
Dieses
Pilotprojekt setzte sich zum Ziel, in einer ausgewählten kleineren
Region die Anforderungen zu erfassen und mit dem Einsatz einer neuen
Technologie (Internet/Intranet) auch technisch umzusetzen, so daß
die wesentlichen Fragen dieser kleineren Gemeinden auch gleich gelöst
werden.
Die Vorteile für die Gemeinden aber auch für das Land
liegen bei dieser Vorgangsweise auf der Hand:
-
durch die Verwendung eines Systems für die Gemeinden gibt
es künftig wesentlich weniger Probleme bei der Bedienung
durch die Gemeinden
-
die Datenproblematik (die Daten bilden das teuerste Element derartiger
Systeme!) wird wesentlich reduziert (zentrale Datenhaltung in
Clustern; Sicherheit, Integrität), die Zusammenführung
von Daten durch das Land wird wesentlich erleichtert und somit
Ressourcen für Fachfragen besser eingesetzt
-
das System ist offen und kann sowohl von den Gemeinden als auch
vom Land erweitert werden
-
in den Gemeinden und im Land wird die gleiche Oberfläche
benutzt, was die Kommunikation enorm erleichtert und das Land
in die Lage versetzt, die Gemeinden effizienter zu unterstützen
-
mit dem erforderlichen Internetanschluß in den Gemeinden
könne diese auch am weltweiten Datenaustausch teilnehmen
-
es sind keine großen Investitionen an Hard- und Software
erforderlich
-
Erfahrungen durch die Gemeinden können schneller weitergegeben
werden
- somit ist die fachkompetente Betreuung der Gemeinden auch nach
der Investition ist gegeben
- das Datenmanagement zwischen Amt der Landesregierung, Gemeinden
und Datenerstellern (z.B. Ziviltechnikern) wird wesentlich verbessert
Lösungsansatz
Im Einzelnen wird am Beispiel der Nationalparkgemeinden Hohe Tauern
(regionale Clusterbildung) aufgrund der guten Datenlage, der dort
verfügbaren Nationalparkbetreuer und Regionalberater sowie
des regen Interesses der betroffenen Gemeinden eine Computerapplikation
in Form einer einheitlichen graphischen Oberfläche erstellt,
über welche die Gemeinden typische Anfragen über z.B.
Grundstücke, Flächenwidmungspläne, aber auch über
statistische Daten etc. stellen können und entsprechende Darstellungen,
Pläne, Abbildungen, Statistiken etc., bekommen. Dabei greifen
die Gemeinden über Internet auf die an einer zentralen Stelle
geführten geographischen Daten und deren Verarbeitung zu und
bekommen so die erforderliche Antworten.
Die Oberfläche wird sowohl in den Gemeinden als auch bei den
mitarbeitenden Abteilungen des Amts der Landesregierung installiert,
so daß für das Amt dafür keine zusätzliche
Kosten entstehen.
Das Pilotprojekt wird nicht alle Fragestellungen der Gemeinden lösen
können, aber sicherlich die wichtigsten. Anfangsschwierigkeiten
der Benutzer mit der Technologie werden über die Betreuung
vor Ort und entsprechende Einschulung abgefangen. Eine enge Zusammenarbeit
zwischen dem Land, Gemeindebund, KAGIS, externer Beratung, ausführenden
Firma, Ingenieurkammer und natürlich den Gemeinden wird die
Umsetzungsphase des Vorhabens charakterisieren, um so alle Beteiligten
für ein künftiges Geographische Gemeinde Informationssytem
gleich von Beginn an einzubinden und so einen Erfolg sicherzustellen.
Die vorgeschlagene Systemlösung kann gleichzeitig auch als
Basismodul für weitere Teil-Informationssysteme (z.B. Nationalpark,
Umwelt etc.) im WorldWideWeb (WWW) dienen und ist daher entsprechend
erweiterbar.
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