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Naturraumanalyse

Unter Naturraumanalyse verstehen wir das Erfassen und Bewerten der naturräumlichen Gegebenheiten, der ablaufenden Prozesse und ihrer Wechselwirkungen.

  • Dies beginnt bei den geoökologischen Grundgrößen Lage, Klima, Morphologie, Geologie, Boden, Vegetation, u.a.
  • geht über die Betrachtung von naturräumlichen (geomorphologischen, hydrologischen, vegetationsökologischen, u.a.) Prozessen und ihren Wechselwirkungen
  • und endet bei der Beurteilung der Schnittstelle Mensch - Natur. Fragen der Landnutzung, des Naturschutzes und der Naturgefahren in einer vom Menschen besiedelten und intensiv genutzten Kulturlandschaft stehen hier im Vordergrund.

Je nach Fragestellung kann die Betonung auf dem einen oder anderen Schwerpunkt der Naturraumnutzung liegen. Gemeinsame Klammer ist die Problemstellung und der Raumaspekt. Zur Verwaltung und Bearbeitung der Informationen kommen daher Geographische Informationssysteme (GIS) zur Anwendung.

Anlaß zur Durchführung einer Naturraumanalyse sind vielfach Landnutzungskonflikte oder Naturgefahren, die im Zuge einer Risikoanalyse beurteilt werden sollen. Vorschläge zur Lösung solcher Probleme und deren Vorbereitung sind Gegenstand der Regionalplanung.

Die Firma Schabl & Partner OEG bringt know-how im Bereich der Datenerfassung durch Luftbildinterpretation und Fernerkundung, der Geodatenanalyse, der Landschafts- und Forstökologie, sowie des Projektmanagements ein und ist somit bestens zur Durchführung interdisziplinärer Projekte auch unter Einbindung externer Fachleute geeignet.

Konkrete Projekte im Bereich Naturraumanalyse:

  • das Projektvorhaben Inneres Salzkammergut, bei dem mittels Naturraumanalyse mit dem Schwerpunkt Waldvegetation, Aussagen zu den Wirkungen des Waldes, bes. seiner Schutzfunktion, getroffen wurden. Ziel war die Entwicklung eines Leitbildes zur schutzfunktionalen Raumplanung in der Weltkulturerbe-Region.
  • die Regionalstudie Naturraumentwicklung Hinterstoder mit dem Ziel der Aufdeckung und Lösung von Landnutzungskonflikten. Ausgehend von einer raumlichen Abgrenzung der öffentlichen Interessen (Wildbach- und Lawinenverbauung, Naturschutz etc.) und der lokalen Interessen (Tourismus, Jagd, Landewirtschaft etc.) wurden die Nutzungspotentiale ermittelt und den derzeitigen Nutzungsformen gegenübergestellt. In der Folge wurde unter Beiziehung dieser Fakten in moderierten Diskussionen versucht, einen Interessensausgleich zu erzielen.
  • das EU-Projekt EGAR (Einzugsgebiete in Alpinen Regionen) behandelt, ausgehend von den Problemen alpiner Raumordnung, die Konflikte zwischen Nutzungs- und Naturgefahrenpotential in den Alpen. Anhand einer Erhebung der potentiellen Gefahrenprozesse und einer Erhebung der Landbedeckung werden Konfliktzonen erkannt und bewertet.

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